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Schizophrenie
Allgemeines
Schizophrenie (griech.: gespaltener/s Geist/Gemüt) ist eine schwere psychische Erkrankung mit vielgestaltigem Erscheinungsbild und gehört zu den so genannten endogenen Psychosen. Als Psychosen werden Krankheitsbilder zusammengefasst, die u.a. mit Realitätsverlust, Wahnvorstellungen, Störungen des Denkens, der Sprache und der Gefühlswelt verbunden sind. Der Begriff "endogen" meint, dass die Erkrankung aus einer Vielzahl von Faktoren "von innen" heraus entsteht, ohne erkennbare körperliche Ursachen und ohne begründbaren Zusammenhang mit Erlebnissen.
Schizophrenie wird fälschlicherweise oft mit Persönlichkeitsspaltung in Verbindung gebracht, so als ob ein an Schizophrenie Erkrankter mehrere Persönlichkeiten in sich tragen würde. Dem ist keinesfalls so. Schizophrenie hat auch nichts mit verminderter Intelligenz zu tun. Zwar mag sich ein akut Erkrankter für einen Außenstehenden scheinbar unsinnig verhalten, die schwer verstehbaren Handlungen entspringen jedoch keinem Verlust der Intelligenz, sondern sind das Produkt von Fehlwahrnehmungen und Fehlinterpretationen der Umwelt.
Unter 10.000 Menschen in Deutschland leiden etwa 25 Einwohner an einer Schizophrenie, diese Schätzung lässt sich im Großen und Ganzen auch auf andere Länder übertragen. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen, wobei die Krankheit bei Männern in der Regel früher ausbricht. Der Zeitpunkt der Ersterkrankung liegt bei Männern meist zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr, bei Frauen im Durchschnitt etwas später zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr. Überzufällig oft erkranken Menschen, die in den Wintermonaten geboren sind, an einer Schizophrenie. Möglicherweise spielen hier Virus-Infektionen eine Rolle, die noch vor der Geburt bzw. in der Zeit unmittelbar danach zu leichten Schädigungen des Gehirns führen, die sich später dann in einer erhöhten Anfälligkeit für Schizophrenie auswirken können. Die Gefahr schwerer Virus-Infektionen (z.B. Influenza) ist in den Wintermonaten größer.
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