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 Psychiatrie &  Psychotherapie /  Gerontopsychiatrie &
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Gerontopsychiatrie und -psychotherapie
 

Gerontopsychiatrie und -psychotherapie

Die Gerontopsychiatrie (Alterspsychiatrie) und -psychotherapie versteht sich als ein Teilgebiet der klinischen Psychiatrie und Psychotherapie. Sie befasst sich mit psychischen Erkrankungen, die bei älteren Patienten auftreten können. Etwa 20% der über 65-Jährigen leiden an seelischen Krankheiten, wobei besonders häufig Depressionen und Demenzen anzutreffen sind.

Die Gerontopsychiatrie stellt keine bloße Erweiterung der Erwachsenen-Psychiatrie dar. Denn wie bei allen Alterserkrankungen ist auch bei den gerontopsychiatrischen Störungen medizinisches Spezialwissen, viel Erfahrung und eine besondere Herangehensweise notwendig. Dies ergibt sich aus den vielfältigen Verflechtungen der psychischen Befindlichkeit älterer Menschen mit generellen biologischen Veränderungen, mit dem körperlichen Wohlbefinden und den sozialen Rahmenbedingungen.

Die Gerontopsychiatrie sichert die psychiatrische Versorgung der Älteren im ambulanten, teilstationären (Tagesklinik) und stationären Bereich sowie deren adäquate Therapie. Als weitere Aufgabe steht die Arbeit mit den Angehörigen, aber auch der Umgang mit Sterben und Tod im Vordergrund. Der Gerontopsychiater arbeitet nicht nur eng mit der Altenhilfe zusammen, sondern auch mit Kollegen der klinischen Geriatrie (= Altersheilkunde) sowie Experten der  Gerontologie.

Die Gerontopsychotherapie möchte in erster Linie ältere Menschen in ihrer Persönlichkeitsentfaltung unterstützen und ihnen Wege aufzeigen, mit dem Leben im Alter umzugehen. Dabei kommen je nach Bedarf, Problemlage und Aufnahmefähigkeit jedes Einzelnen verschiedene psychotherapeutische Maßnahmen zum Einsatz. Viele Verfahren zielen darauf ab, erhaltene Fähigkeiten zu fördern und den älteren Menschen zu ermutigen, sich mit altersbedingten Veränderungen und krankheitsbezogenen Einbußen auseinanderzusetzen.

 
 
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